Ich verbinde, was Steuerberater und Anwalt getrennt sehen: das Leben hinter den Zahlen.
Wie alles begann
Meine Mutter starb mit 57 Jahren. Die Rente, auf die sie gewartet hatte, hat sie nie erlebt.
Das ist der Satz, der meine Arbeit antreibt. Nicht Renditekurven. Nicht Benchmarks. Sondern die Frage: Was passiert, wenn die Zeit fehlt?
Mein Vater war Schlosser. Er hat gut gearbeitet und solide gelebt – und war überfordert, wenn es um Finanzen ging. Er hatte niemanden, dem er vertraut hätte, weil ihn niemand wirklich verstanden hätte.
Diese beiden Menschen haben mich gelehrt, was auf dem Spiel steht, wenn Finanzplanung zu spät kommt oder zu schlecht gemacht wird.
Ich bin der Mensch geworden, den meine Eltern gebraucht hätten.
Was daraus wurde
Ich hatte das Privileg, von den Besten zu lernen. Einer meiner Mentoren war CEO eines renommierten Investmenthauses in den USA mit über 25 Milliarden USD verwaltetem Vermögen. Ein anderer gilt als führender Experte für Financial Planning in Großbritannien.
Was ich dort lernte, war kein neues Produkt. Es war eine Haltung: Der Mensch kommt zuerst. Sein Leben, nicht sein Depot.
Der Finanzdienstleistungssektor hat ein strukturelles Problem: Er verdient am Produkt, nicht am Ergebnis für den Mandanten. Das störte mich.
2011 habe ich die Provisionsberatung in der Geldanlage verlassen – aus Prinzip, nicht aus Zwang.
2014 habe ich meine Exitplanning-Methodik entwickelt. Warum – das erfahren Sie auf der Exitplanning-Seite.
Seit 2015 gebe ich dieses Wissen als Dozent an der DHBW Karlsruhe weiter.
Warum das Zusammenspiel entscheidend ist
Ihr Steuerberater optimiert die Steuerlast. Ihr Anwalt schützt das Vermögen rechtlich. Beide sehen ihren Ausschnitt – aber keiner sieht das Ganze.
Wer plant, wann er entnimmt, muss die Steuerfolge kennen. Wer vererbt, muss die rechtliche Struktur kennen. Wer aussteigt, muss beides zusammen denken – und dazu noch wissen, ob das Geld bis ans Lebensende reicht.
Das ist meine Aufgabe. Nicht Steuerberater, nicht Anwalt – aber derjenige, der beide koordiniert und das Gesamtbild im Blick behält.
Wie ich arbeite
Je nach Situation biete ich zwei Modelle an.
Wer primär sein Depot professionell begleitet haben möchte, zahlt eine jährliche Gebühr auf das verwaltete Vermögen. Transparent, nachvollziehbar, ohne versteckte Produktvergütungen.
Wer eine ganzheitliche Finanz- und Lebensplanung braucht – mit allen Assetklassen, unabhängig davon, wo das Kapital liegt – arbeitet mit mir als Family-CFO auf Pauschalbasis. Beim zweiten Modell hängt mein Honorar nicht davon ab, was ich empfehle. Deshalb empfehle ich manchmal einen Geldmarktfonds – weil er nicht vom Überleben einer einzelnen Bank abhängt. Manchmal Edelmetalle. Manchmal beides. Und manchmal sage ich: Tilgen Sie zuerst die Schulden.
Wie ich denke
Ich sage meinen Mandanten nicht, dass alles gut wird. Ich sage ihnen, was ich weiß – und was ich nicht weiß.
Ich weiß, dass Märkte fallen werden. Ich weiß nicht wann. Ich weiß, dass ein Crash im ersten Jahr der Entnahme existenziell schädlicher ist als derselbe Crash zehn Jahre später. Und ich weiß, dass gute Planung das Risiko nicht eliminiert – sie verschiebt es von existenziell zu unangenehm.
Das ist alles, was Planung leisten kann. Und es ist genug, wenn man es konsequent tut.
Wer Gewissheiten sucht, ist bei mir falsch. Wer Klarheit sucht – darüber, was er weiß, was er nicht weiß, und was er trotzdem tun kann – der ist richtig.
Was mich privat antreibt
Ich glaube an Jesus Christus. Dieser Glaube verleiht mir meinen Lebenssinn.
Für mich persönlich steht Geld nicht im Mittelpunkt, sondern Werte wie Sinn, Respekt und Ehrlichkeit.
